So viel Strom liefert Ihre Photovoltaikanlage nach 20 Jahren

Eine Photovoltaikanlage ist eine langfristige Investition, die über viele Jahre hinweg Erträge erwirtschaftet. Doch wie viel Strom liefert eine solche Anlage nach 20 Jahren noch?

Die Lebensdauer von Photovoltaikanlagen

Erwartete Lebensdauer von 40 Jahren oder mehr

Photovoltaikanlagen haben typischerweise eine Lebensdauer von 40 Jahren oder mehr, wobei die Leistung aufgrund eines jährlichen Leistungsverlusts von etwa 0,5% allmählich abnimmt. 

Hochwertige Photovoltaikanlagen haben in der Regel eine erwartete Lebensdauer von mindestens 40 Jahren. Dies bedeutet, dass sie weit über die übliche Einspeisevergütung von 20 Jahren hinaus Strom produzieren können und somit als langfristige Energiequelle betrachtet werden sollten.

Stromproduktion auch nach 20 Jahren

Auch nach 20 Jahren bleibt die Mehrheit der Photovoltaikanlagen leistungsfähig und generiert weiterhin Strom. Trotz eines jährlichen Leistungsverlusts von etwa 0,5% können gut gewartete Anlagen noch bedeutende Mengen an Energie liefern, was ihre Wirtschaftlichkeit langfristig erhält.

Die kontinuierliche Energieproduktion nach 20 Jahren hängt von mehreren Faktoren ab. Neben dem jährlichen Leistungsverlust von etwa 0,5%, was nach 20 Jahren eine verbleibende Leistung von etwa 90% der ursprünglichen Kapazität ergibt, spielen auch regelmäßige Wartung und Reinigung eine wichtige Rolle. Verschattungen und Verschmutzungen können den Ertrag mindern, weshalb eine regelmäßige Kontrolle und Pflege der Module unerlässlich sind. Somit bleibt die Photovoltaikanlage über Jahrzehnte hinweg eine bedeutende Quelle erneuerbarer Energie.

Eine regelmäßige Wartung der Photovoltaikanlage ist entscheidend, um Leistungsverluste so gering wie möglich zu halten. Basierend auf den Empfehlungen sollten Anlagenbetreiber eine jährliche Hauptwartung durchführen lassen, die eine Sichtprüfung, Reinigung der Module, Überprüfung der Verkabelung und anderen wichtigen Komponenten umfasst. Regelmäßige Zwischenkontrollen helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Die jährlichen Leistungsverluste durch Alterung der Solarmodule liegen bei etwa 0,5%. Bei einer Ausgangsleistung von 10 kWp und einem Leistungsverlust von 0,5% pro Jahr verbleiben nach 20 Jahren etwa 9 kWp Leistung. Dies zeigt, dass eine gut gepflegte Photovoltaikanlage auch langfristig eine wirtschaftlich interessante Stromquelle bleibt. Im Fazit lässt sich sagen, dass eine Investition in eine Photovoltaikanlage auch nach Ablauf der EEG-Vergütung noch rentabel sein kann. Gute Wartung und Pflege vorausgesetzt, liefert die Anlage auch nach 20 Jahren noch beträchtliche Mengen an Strom, wodurch sie eine nachhaltige und wirtschaftliche Energiequelle darstellt.

Jährlicher Leistungsverlust

Natürliche Degradation von Solarzellen

Die natürliche Degradation von Solarzellen ist ein unvermeidlicher Prozess, bei dem die Leistungsfähigkeit von Photovoltaikanlagen im Laufe der Zeit nachlässt. Typischerweise wird bei kristallinen Modulen ein jährlicher Leistungsverlust von etwa 0,5% veranschlagt. Das bedeutet, dass die Anlage nach 10 Jahren etwa 5% weniger Leistung erbringt als zu Beginn.

Berechnung des Leistungsverlusts über die Zeit

Um den Leistungsverlust über einen längeren Zeitraum zu berechnen, muss man die anfängliche Leistung und den jährlichen Verlust berücksichtigen. Ein einfacher Rechenweg besteht darin, die Ausgangsleistung der Anlage mit dem Faktor (1 - jährlicher Leistungsverlust) hoch der Anzahl der Jahre zu multiplizieren. Nach 20 Jahren bleibt somit bei einer Anlage mit einer anfänglichen Leistung von 10 kWp und einem jährlichen Leistungsverlust von 0,5% eine verbleibende Leistung von etwa 9 kWp.

Diese Mathematik zeigt, dass auch nach zwei Jahrzehnten noch erhebliche Ertragsmöglichkeiten bestehen. Ein Verlust von 1 kWp mag zunächst signifikant erscheinen, aber viele moderne Anlagen sind darauf ausgelegt, auch mit dieser reduzierten Leistung noch wirtschaftlich attraktiv zu sein. Über die Jahre summiert sich der Verlust zwar, bleibt jedoch meist innerhalb wirtschaftlich akzeptabler Grenzen, sofern die Anlage regelmäßig gewartet und gereinigt wird. Ein jährlicher Leistungsverlust von nur 0,5% verdeutlicht die robuste und langlebige Natur moderner Photovoltaikanlagen.

Verschattung und Verschmutzung

Äußere Einflüsse auf die Energieproduktion

Äußere Einflüsse wie Verschattung durch umliegende Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse sowie die Verschmutzung der Module können die Energieproduktion einer Photovoltaikanlage erheblich beeinträchtigen. Diese Faktoren sollten bei der Planung und Installation der Anlage berücksichtigt werden, um Leistungsverluste so gering wie möglich zu halten.

Wartung und Inspektion Ihrer PV-Anlage

Regelmäßige Wartung ist entscheidend, um die Leistung einer Photovoltaikanlage auf hohem Niveau zu halten. Ohne kontinuierliche Pflege kann es zu erhöhten Leistungsverlusten und sogar zu Anlagenausfällen kommen. Eine gut gewartete Anlage bleibt hingegen über viele Jahre hinweg ertragsstark und rentabel.

Empfohlener jährlicher Wartungsplan

Eine umfassende Hauptwartung der Photovoltaikanlage sollte jährlich durch einen zertifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden. Diese Inspektion beinhaltet die Sichtprüfung und Reinigung der Solarmodule, die Überprüfung der Verkabelung und Steckverbindungen, die Inspektion des Wechselrichters sowie eine Kontrolle des Montagesystems und der Unterkonstruktion.

Die jährliche Wartung sollte auch eine Analyse der Anlagendaten und Ertragsaufzeichnungen umfassen. Diese Maßnahmen helfen dabei, mögliche Defekte frühzeitig zu erkennen und Beeinträchtigungen der Leistung entgegenzuwirken. Durch die regelmäßige Hauptwartung bleibt die Photovoltaikanlage in einem optimalen Zustand und liefert weiterhin hohe Erträge.

Regelmäßige Zwischenkontrollen

Neben der jährlichen Wartung sollten Anlagenbetreiber selbst regelmäßige Zwischenkontrollen durchführen. Diese Zwischenkontrollen helfen, Probleme früher zu erkennen und schneller zu beheben. Dabei sollten monatliche Sichtkontrollen auf Verschmutzung, Verschattung oder mechanische Schäden sowie die Überwachung der Ertragsaufzeichnungen vorgenommen werden.

Durch diese regelmäßigen Zwischenkontrollen lassen sich viele Ursachen für Leistungsverluste frühzeitig identifizieren und beheben. So können beispielsweise Verschmutzungen oder lose Verbindungen rasch behoben werden, bevor sie größere Schäden verursachen. Regelmäßige Kontrollen sind somit ein wichtiger Bestandteil für den langfristigen Erfolg einer Photovoltaikanlage.

FAQ

Q: Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage nach 20 Jahren noch?

A: Nach 20 Jahren liefert eine Photovoltaikanlage in der Regel noch etwa 90-95% ihrer ursprünglichen Leistung. Dies hängt von Faktoren wie Alterung der Module, Verschattung und Verschmutzung ab.

Q: Was ist der jährliche Leistungsverlust einer Photovoltaikanlage?

A: Typischerweise verliert eine Photovoltaikanlage aus kristallinen Modulen etwa 0,5% ihrer Leistung pro Jahr, was nach 20 Jahren zu einem Gesamtverlust von etwa 10% führt.

Q: Wie kann ich den Leistungsverlust meiner Photovoltaikanlage minimieren?

A: Regelmäßige Wartung und Reinigung der Solarmodule, Überprüfung der Verkabelung und Vermeidung von Verschattungen sind entscheidend, um den Leistungsverlust zu minimieren.

Q: Welche Rolle spielt die Qualität der Solarmodule für den langfristigen Ertrag?

A: Hochwertige Solarmodule haben eine längere Lebensdauer und geringere jährliche Leistungsverluste, was sich positiv auf den langfristigen Ertrag der Photovoltaikanlage auswirkt.

Q: Wie oft sollte eine Photovoltaikanlage gewartet werden?

A: Eine jährliche Hauptwartung durch einen Fachbetrieb sowie monatliche Sichtkontrollen durch den Betreiber selbst sind empfehlenswert, um Leistungsverluste zu verhindern.

Q: Kann eine Photovoltaikanlage auch nach 20 Jahren noch wirtschaftlich sein?

A: Ja, eine gut gewartete Photovoltaikanlage kann auch nach 20 Jahren noch beträchtliche Mengen an Strom produzieren und wirtschaftlich interessant bleiben.

Q: Was passiert nach Ablauf der 20-jährigen Einspeisevergütung?

A: Nach Ablauf der 20-jährigen EEG-Einspeisevergütung kann die Anlage weiterhin Strom produzieren, der entweder selbst genutzt oder zu niedrigeren Tarifen ins Netz eingespeist wird.

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